Weihnachtsoratorium | BadnerHalle Rastatt, Freinademetzkirche Brixen/Südtirol

Mit jubelndem Klang feiern das Grammy-nominierte Vocalensemble Rastatt und das  Barockorchester Les Favorites in der Barockstadt Rastatt ihren 30. Geburtstag bzw. 15. Geburtstag mit dem „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach aus dem Jahr 1734. Die Leitung hat der Gründer und künstlerische Leiter der Ensembles Holger Speck.  

Der fulminante Eingangschor „Jauchzet, frohlocket!“ oder der zärtliche Choal „Ich steh an deiner Krippen hier“ sind nur zwei der berühmtesten Titel des Weihnachtsoratoriums, das hier mit prächtig besetztem Orchester, einem jungen Solistenquartett und dem international renommierten Kammerchor der Barockstadt die friedliche Hirtenidylle der Geburtsnacht, die heilsgeschichtliche Bedeutung der Messiasgeburt, die hinterlistige Tötungsabsicht des Königs Herodes oder die innige Zuneigung Marias zu ihrem Kind eindrücklich beschreibt.

Bach breitet die gesamte Palette seines Könnens vor uns aus: Von der zärtlichen, kammermusikalischen Soloarie bis zum feierlichen, hochvirtuosen Chorsatz mit Pauken und Trompeten erreicht uns noch heute unvermindert die funkelnde Pracht dieser Musik.

14.12. | 19.30 Uhr | Rastatt | BadnerHalle

16.12. | 17.00 Uhr | Brixen | Freinademetzkirche

Solisten

Ina Siedlaczek, Sopran

In den vergangenen Jahren hat sich INA SIEDLACZEK einen hervorragenden Ruf in Konzerten und auf Aufnahmen erworben. Sowohl als vielgefragte Solo-Künstlerin aber auch als Mitglied und Gast herausragender Ensembles, wie dem Ensemble amarcord, New York Polyphony, Boston Early Music Festival, der Lautten Compagney oder Musica Fiata.

Konzerteinladungen zu renommierten Festivals wie den Thüringer Bachwochen, den Barocktagen Melk, den Landshuter Hofmusiktagen, dem Rheingau Musikfestival, dem Heidelberger Frühling u. a. zeugen von der Wandlungfähigkeit der Künstlerin.

Mit ihrer „wunderschön lyrischen und natürlichen Stimme“ (MDR) überzeugt Sie Dirigenten wie Michi Gaigg, Wolfgang Katschner, Ralf Otto, Roland Wilson, Hermann Max u.a.

Neben Gesangsstudien in Heidelberg/Mannheim, sowie Meisterkursen bei Emma Kirkby und Barbara Schlick war die Stipendiatin der Studienstiftung Cusanus-Werk Teilnehmerin des Exzellenz-Studiengangs „Barock vocal“ der Musikhochschule Mainz, wo sie bei Andreas Scholl und Ton Koopman weitere Impulse für Ihre sängerische Tätigkeit erhielt.

Zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren ihren künstlerischen Rang.
 2013 ernannte die Kulturstiftung Marienmünster sie zum „Artist in residence“. 2015 war sie mit ihrem Solo-Debut „Fortuna scherzosa“(audite 2014) nominiert für den International Classic Music Award. Die Produktion “La Couronne de Fleurs” mit Boston Early Music Festival (cpo 2014), erhielt den Echo-Preis und die Auszeichung “GRAMMY-Winner 2015“. Im Frühjahr 2017 erschien ihr zweites Soloalbum mit Händels „Neun Deutsche Arien“, aufgenommen mit der Lautten Compagney, beim Label audite.

Höhepunkte in diesem Jahr bilden neben Konzerten in der Frauenkirche Dresden, bei den Landshuter Hofmusiktagen, dem Musikfestival Mecklenburg Vorpommern und in Brixen auch die Veröffernlichung mehrerer neuer CD-Produktionen.

Konzertreisen führten Ina Siedlaczek nach Polen, Italien, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Österreich, in die USA und durch die Niederlande.

Elisabeth Auerbach, Alt

Die Mezzosopranistin Elisabeth Auerbach studierte Gesang an der Hochschule für Musik Dresden bei KS Prof. Elisabeth Wilke und in der Liedklasse von KS Prof. Olaf Bär. Der Diplomabschluss erfolgte im Jahr 2012.
Ihr Masterstudium absolvierte sie bis 2014 am Institut für Musiktheater der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Christiane Libor.

Meisterkurse bei KS Brigitte Fassbaender, Julia Varady, Ingeborg Danz, Hedwig Fassbender, Franz Grundheber, Carsten Süß, Hartmut Höll und Gerold Huber ergänzen ihre Ausbildung.

In der Spielzeit 2012/13 und 2013/14 gastierte die Mezzosopranistin in Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ und als Mrs. Grose in Benjamin Brittens „The turn of the screw“ am Staatstheater Darmstadt.

Ab der Spielzeit 2014/15 war Elisabeth Auerbach Solistin im Ensemble des Theater Heidelberg. Ebenda gestaltete sie Rollen wie Dorabella (Così fan tutte), Hänsel (Hänsel und Gretel), 2. Dame (Die Zauberflöte) und sang bei den Winterfestspielen in Schwetzingen.

2017 war die Mezzosopranistin unter anderem als Cherubino (Le nozze di Figaro) am Theater Koblenz und in der Deutschen Erstaufführung der Originalfassung der Oper „Wir gratulieren (Mazl tov)“ von Mieczyslaw Weinberg am Theater Heidelberg zu erleben. Im September folgte dann ein Gastspiel mit „Hänsel und Gretel“ am Theater Winterthur.

Die Deutsche Erstaufführung der Oper „Writing to Vermeer“ des niederländischen Komponisten Louis Andriessen führt Elisabeth Auerbach 2018 erneut ans Theater Heidelberg zurück.

Über die Opernbühne hinaus widmet sich die Mezzosopranistin mit großer Leidenschaft dem Konzert- und Liedgesang.
So sang Elisabeth Auerbach unter anderem in W.A. Mozarts „Requiem“ unter Peter Schreier, Bachs “Weihnachtsoratorium” mit Mitgliedern der Staatskapelle Dresden und unter Ludwig Güttler in der Dresdner Frauenkirche.
Liederabende mit den Pianisten Markus Hadulla und Michael Schütze ergänzen ihre rege Konzerttätigkeit.

Florian Sievers, Tenor

Der in Hamburg geborene Tenor Florian Sievers sammelte seine ersten sängerischen Erfahrungen bei den Chorknaben Uetersen. Nach dem Abitur studierte er zunächst Schulmusik in Lübeck, bevor er ein Gesangsstudium bei Prof. Berthold Schmid an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater aufnahm, welches er 2018 mit Auszeichnung abschloss. In einem Meisterklassenstudium vervollständigt er nun dort seine Gesangsausbildung.

Florian Sievers tritt heute als gefragter Solist, vorwiegend im Konzert- und Oratorienfach, in ganz Deutschland und darüber hinaus in Erscheinung. Engagements führen ihn regelmäßig zu renommierten Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Musikfest Stuttgart, dem Bachfest Eisenach oder den Telemann-Festtagen Magdeburg, wo er mit Orchestern wie L’arpa festante, dem Leipziger Barockorchester, dem Händelfestspielorchester oder dem Ensemble Schirokko unter Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann, Gotthold Schwarz, David Timm, Gregor Meyer und Matthias Janz zusammenarbeitet.

Mit seinem Vokalensemble Quartonal konnte er national und international Preise erringen. Das Männerquartett ist auf internationalen Bühnen vertreten und hat bislang zwei Alben bei Sony Classical vorgelegt. Weiterhin verbindet Florian Sievers eine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble 1684 aus Leipzig, welches sich der Barockmusik vor den Werken Johann Sebastian Bachs widmet und 2017 seine vielfach gelobte Debüt-CD veröffentlichte.

Bereits während des Studiums konnte Florian Sievers in zahlreichen Hochschulproduktionen Opernerfahrung sammeln, u. a. als Baron (Lortzing: Der Wildschütz), Mamud (Vivaldi: La verità in cimento) und Max (Weber: Der Freischütz).

Seine Arbeit ist in zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen u. a. für Sony Classical, cpo, Rondeau, Deutschlandfunk Kultur und NDR Kultur dokumentiert. Er ist dem Landesjugendchor Schleswig-Holstein als Stimmbildner verbunden.

Markus Flaig, Bass

Markus Flaig kam über die Orgel zur Musik und über ein Schul- und Kirchenmusikstudium zum Gesang. In Horb am Neckar geboren, studierte er bei Prof. Beata Heuer-Christen in Freiburg und bei Prof. Berthold Possemeyer in Frankfurt am Main; seit einigen Jahren arbeitet er mit Carol Meyer-Bruetting.

Konzertreisen führten den Bassbariton durch ganz Europa, nach Kolumbien, Mexiko und Korea sowie nach Japan für eine Tournee unter Masaaki Suzuki, zuletzt nach Brasilien, Uruguay und Argentinien für Aufführungen der h-moll-Messe mit dem Thomanerchor Leipzig. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen unter Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Hermann Max und Konrad Junghänel zeugen von seinem breit gefächerten Repertoire. Es reicht von der Renaissance über die Oratorien aus Barock, Klassik und Romantik bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten.

2004 wurde Markus Flaig Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach- Wettbewerbs Leipzig. Mit dem Ensemble Alta Ripa hat er für die edition chrismon sein erstes Solo-Album eingespielt mit Kantaten von Bach ( BWV 82), Telemann und Graupner.

Bereits während seines Kirchenmusikstudiums erhielt er einen ersten Gastvertrag an den Städtischen Bühnen Freiburg für die Partie des Azarias in Benjamin Brittens Kirchenparabel "The burning fiery furnace". Seither war er in Opern von Strauss, Schwehr, Monteverdi, Purcell und Rameau auf den Bühnen von Baden-Baden, Schwetzingen, Bayreuth, Hannover und Frankfurt zu sehen, aber auch in Wiederentdeckungen lange vergessener Opern wie " Il marito indolente" des Mozart-Zeitgenossen Joseph Schuster oder "Sardanapalus" von Christian Ludwig Boxberg.

Seit 1997 erarbeitet er sich mit dem Pianisten Jörg Schweinbenz ein umfangreiches Liedrepertoire, wobei die Lieder Hugo Wolfs eine zentrale Rolle spielen.